Seriously mad but quite normal: Januar 2014

31. Januar 2014

Terminkollision?

       

Aus Sicherheitsgründen und 

wegen der extrem hohen  

Arbeitsbelastung findet 

nächste Woche der Dienstag 

erst am Freitag statt. 

      

© drago 2014 

Handicap - KHV XIX



Es fährt ein Traktor durch das Korn, 

drauf bläst ein Knabe Klappenhorn. 

Der brach das Bein sich aus Versehen, 

und deshalb kann er noch nicht gehen. 



© drago 2014 

Gebet eines Kölners



Gott, schütze uns vor Eis und Schnee,

vor Bochum, Dortmund und GE!

Bewahre uns, ich sag's nochmal,

vor Düsseldorf und Wuppertal!



© drago 2014 

Nieder, Sachse! - LQ104

       

Ein Mann aus der Nähe von Verden 

wollte bodenständig gern werden. 

Am Ufer der Aller 

kam plötzlich zu Fall er; 

- auch ein Weg, sich zu "erden". 

      

© drago 2014 

Differenz - KHV XVII



Zwei Knaben gingen durch den Reis, 

der eine gelb, der andre weiß. 

Reis unterscheidet sich vom Korn, 

drum bliesen sie kein Klappenhorn. 



© drago 2014 

Angelsachsen - LQ103


            

Dort an der Elbe in Sachsen 

gingen Männer, zum Angeln von Lachsen,  

recht weit in den Fluss.  

Doch das gab Verdruss, 

denn der Strömung war keiner gewachsen. 

           

© drago 2014 

Musikalisches - KHV XII - XVI



Zwei Knaben gingen durch die Wiese 
und spielten dabei "Für Elise" 
mit Klappenhorn und mit Schalmei; 
- sie hatten kein Klavier dabei. 


Zwei Knaben gingen durch das Korn, 
beide ohne Klappenhorn; 
das trug ihnen der dritte nach, 
und blies dabei ein Werk von Bach. 


Fehlt den Knaben dort im Korn
heute auch ihr Klappenhorn,
so blasen sie - voll Mut und Stolz -
zum Ausgleich in ihr Flötenholz.


Zwei Knaben schritten durch den Tann, 
und stimmten dabei Mozart an. 
Von Klappenhörnern tönten froh 
die Mega-Hits des Rokoko. 


Zwei Knaben tänzelten durchs Korn,
und jeder blies ein Klappenhorn.
Sie spielten wiegend im Duett
ein flottes Händel-Menuett.



© drago 2014 

Spruch des Tages



Wer spät ins Bett ging

und früh heraus muss, weiss,

woher das Wort

Morgengrauen

kommt.



Robert Lembke (1913 - 1989),
deutscher Journalist und Fernsehmoderator 

30. Januar 2014

Irrtum - KHV XI



Manchmal sieht man dort im Korn 

Knaben ohne Klappenhorn. 

Das ist fast immer ein Versehen, 

die sollten ganz woanders gehen. 



© drago 2014 

Ein aussergewöhnlicher Tag



Heute vor 81 Jahren 

Am 31. Januar 1933 ernennt der greise Reichspräsident Paul von Hindenburg den Führer der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, Adolf Hitler, zum Reichskanzler. Das ist der Auftakt zu einer über 12-jährigen Terrorherrschaft, die in Krieg, Vernichtung und Leid enden wird. Millionen von Menschen werden durch Verfolgung, Vernichtung, Mord und Krieg ihr Leben verlieren.

* * * * * * * 

Heute vor 69 Jahren 

Am 30. Januar 1945 wird vor der Küste vom Pommern das ehemalige Kreuzfahrts- und Lazarettschiff 
"Wilhelm Gustloff" versenkt. Bei der Evakuierung der Zivilbevölkerung aus dem von der Roten Armee eingekesselten Ostpreußen wird es gegen 21:15 Uhr von drei Torpedos eines sowjetischen U-Bootes getroffen. Eine Stunde später sinkt das mit über 10000 Flüchtlingen hoffnungslos überfüllte Schiff. Nur 1252 Menschen können gerettet werden. Es ist der verlustreichste Untergang der gesamten Seefahrtsgeschichte.

* * * * * * * 

Heute vor 42 Jahren 

Am 30. Januar 1972 kommt es in Nordirland zum sogenannten "Blutsonntag von Londonderry". Bei einer Demonstration eröffnen britische Fallschirmjäger das Feuer auf unbewaffnete Demontrationsteilnehmer,
wobei 13 Menschen getötet werden. Eine Untersuchungskommission braucht zwölf Jahre, um den Vorfall - wenn auch mit einem zweifelhaften Ergebnis - aufzuarbeiten. Die Regierung in London braucht sogar fast vier Jahrzehnte, bis sie ihr Bedauern über die Gewalttat zum Ausdruck bringt.

* * * * * 

Mit dieser Erinnerung möchte ich dazu anregen, all dieser Toten zu gedenken, und daran zu arbeiten, dass es zu dauerhaftem, stabilem Frieden unter den Völkern und Religionen dieser Welt kommt.



© drago 2014 

VORSORGE

                          
oder 

Was uns John Ronald T. aus O. damals verschwieg    

     
Ein Drachengedicht     


Ein alter, kluger Drache  
bekam noch seine Rache.  
Ein Zwerg hatt' ihm als jungem Mann 
gestohlen, was man stehlen kann. 
Er lernte, wie man's besser macht, 
und gar zuletzt am längsten lacht. 

Nun lag er still an seinem Platz,  
gleich dort über dem Drachenschatz, 
um voll Genuss zu schlummern. 
Da hörte man ein Wummern, 
ganz leicht nur und auch gar nicht laut. 
Das war dem Drachen sehr vertraut. 

Von unten gruben Zwerge 
wohl Gänge durch die Berge, 
um auf geheime Weise 
- ganz heimlich, still und leise - 
den Drachen zu beklauen 
und blitzschnell abzuhauen. 

Der Drache hätte gern gestört, 
denn er fand Zwerge unerhört. 
Er konnte deren Wühlen  
in seinem Bauche fühlen.  
Doch liess er in den Röhren  
ein lautes Schnarchen hören.  

Der Zwergendurchbruch machte "Pling!" 
so leise, wie es eben ging.  
Schon kullerten Gold, Edelsteine 
und Silber vor die Zwergenbeine. 
Der Tunnel war ein Meisterstück 
von Zwergenkunst und Diebesglück.   

Der Abtransport war etwas schwierig,  
denn Zwerge sind ja ziemlich gierig. 
So wuselten sie hin und her,  
sie plagten sich und schleppten schwer. 
Man sah die Augen blitzen  
beim Drachenschatz-Stiebitzen. 

Mit Gähnen, Keuchen und mit Krachen 
spielte der Drache sein "Erwachen", 
sah plötzlich sehr verwundert aus  
und brüllte fauchend: "Ei der Laus, 
wer hat den Drachenschatz gestohlen? 
Die Zwerge soll der Sheitan holen!" 

Dann sandte er ein Flammenmeer 
den Zwergen schnaubend hinterher. 
Die stürzten, hastig Deckung suchend 
um viele Ecken, meistens fluchend 
und heftig schwitzend durch die Schächte. 
Das Ganze ging so fast drei Nächte.  

Bald stiegen bei sehr klarer Sicht 
acht Zwerge in das Morgenlicht.  
Sie waren weit vom Drachenberge, 
denn Vorsicht ist der Schutz der Zwerge. 
Sie waren schon enorm bepackt, 
so viel hatten sie eingesackt.  

Sie wanderten durch Wälder, Berge 
und Sümpfe hin zur Burg der Zwerge. 
Da plötzlich hörten sie ein Lachen 
und es war klar: Das kommt vom Drachen! 
Und über Zwerge samt Gepäck 
schoss eine Flammenzunge weg. 

Mit Kampfaxt und dem Diebesgut 
verkroch sich flugs die Zwergenbrut. 
Der Drache sah's und sprach mit Grinsen: 
"Der Raub ging heftig in die Binsen! 
Jetzt hab' ich euch, ihr Zwergenpack; 
ihr geht mir lang schon auf den Sack!" 

Dann blies er fröhlich noch einmal 
einen sehr heißen Flammenstrahl. 
"Ihr Zwerge, sagt, was soll das sein? 
Ihr grabt euch hier so feige ein, 
dabei ist doch von diesem Fleck 
die Burg nur tausend Meter weg. 

Wollt ihr blinden Bergbau-Schaben 
euch etwa einen Stollen graben? 
Nun denn, wohlan, so soll es sein! 
Ich finde eure Arbeit fein; 
grabt nur mit euren Maulwurfshänden! 
Ich werde mich nun heimwärts wenden. 

Ach, eines muss ich euch noch sagen: 
Ihr habt nur Plunder rumgetragen! 
Katzengold, Blech, Steine, Holz 
ganz ohne Wert trugt ihr so stolz! 
Mein Schatz, der liegt seit eh und je 
bei der Schweizer Drachenbank AG!  

          

© drago 2014 

Wichtigtuer



Nein, hier geht's nicht um eine Tür! 

Neulich behauptete im Gespräch 
irgendso ein absoluter "Mr. Wichtig", 
er führe auf seinen Reisen immer 
mit der "Ess-Klasse"

Ich nenne das immer noch 
"Speisewagen"
auch wenn es heute kein 
richtiges Restaurant mehr ist, 
sondern nur noch ein Bistro. 

Gerade deswegen fand ich seine 
hochtrabende Bezeichnung  
so bescheuert ätzend. 



© drago 2014 

29. Januar 2014

Infos rund um das Klappenhorn - KH VI - X

             

Beim Spielen auf dem Klappenhorn 
hilft gute Technik ganz enorm. 
Wo man sich nicht darauf versteht, 
das Spiel meist in die Hose geht. 


Der Könner bläst das Klappenhorn 
zumeist von hinten, nicht von vorn. 
Denn hinten ist das Mundstück dran, 
damit man besser blasen kann. 


Das Klappenhorn blasen meist Knaben, 
die frohgemut durch Äcker traben. 
Doch manchmal kann man Mädchen seh'n, 
die blasend durch ein Kornfeld geh'n. 


Bläst man als Knab' das Klappenhorn 
mal ausnahmsweise nicht im Korn, 
sondern dafür in Tunnelröhren, 
kann man das Spiel extrem weit hören.  


Ein kluger Bläser nimmt am Strand 
sein Klappenhorn meist nicht zur Hand. 
Am Wellensaum würde beim Hören 
das Brandungsrauschen zu sehr stören.  



© drago 2014 

Literarische Rückblende



Heute vor 85 Jahren, 
am 29. Januar 1929, 
erschien der Anti-Kriegsroman 

"Im Westen nichts Neues" 

von Erich Maria Remarques 
erstmalig auch in Buchform. 

Bereits 1928 war ein Vorabdruck als 
Fortsetzungsgeschichte im Feuilleton 
der Vossischen Zeitung erschienen. 
Die realistischen Schilderungen der 
Erlebnisse deutscher Frontsoldaten des 
Ersten Weltkrieges stießen auf ein  
großes Interesse, lösten aber auch  
massive Kontroversen aus. 

Sofort nach Veröffentlichung des Buches  
tauchten etliche Schriften auf, die sich 
vehement gegen Remarques' Roman  
wandten und den Autor diffamierten. 
Durch die öffentliche Kontroverse nahm 
die Verbreitung des Buches jedoch zu. 
Es wurde zu einem der meistverkauften 
Bücher der Welt. Schon die Startauflage  betrug, auf Grund des großen Erfolges  
beim Vorabdruck, sofort mehrere  
Hunderttausend Stück. Bereits Mitte  
des Jahres 1930 sind über eine Million 
Bücher verkauft. Bis heute sollen    
- übersetzt in über 50 Sprachen - 
mehr als 20 Millionen Bücher über 
die Ladentische gegangen sein. 

Bei den öffentlich inszenierten Bücherverbrennungen der Nazis 
im Jahre 1933 fand auch die wüste 
Hetzkampagne gegen Remarques ihren 
Höhepunkt. Sie stoppten die rasche 
Verbreitung des Buches; es verblieb  
auf dem Index, bis es nach dem Krieg 
1945 eine Renaissance erfuhr. 



© drago 2014 

Mal anders - KH V

         


Zwei Knaben gingen durch die Wiese, 

und währenddessen spielten diese 

auf Klappenhorn und Klarinette 

manch schöne Weise um die Wette. 

     

© drago 2014 

Seltsam - LQ102




Ein Internethirni aus Rantum 

probierte wie wild mit der TAN rum. 

"Der Account ist zu sperren!" 

befanden die Herren 

der Bank, denn sie fanden den Mann dumm. 



© drago 2014 

Spruch des Tages



Je dümmer die

Dumpfbacken sind,

um so mehr richten sie

ihre Verachtung und ihren Hass

gegen jene, die anders sind

als sie selbst.



© drago 2014 

28. Januar 2014

Klappenhornverse - KH II - IV

        


Zwei Knaben gingen durch das Korn, 
und beide spielten Klappenhorn. 
Nach Kronfeldt, dem Musikverfechter, 
blies einer schlecht, der andre schlechter. 


Zwei Knaben gingen durch die Gerste. 
Voran ging - Ganz genau! - der erste. 
Der zweite spielte Klappenhorn 
gut hörbar für den Knaben vorn. 


Zwei Knaben gingen durch den Hafer. 
Nur einer war ein wahrhaft Braver. 
Der andre spielte Klappenhorn; 
es war Hans C. aus Kühlungsborn. 



© drago 2014 

Frage an die Brauereifachleute

        

Welche Farbe hat eigentlich ein 

Dunkles Weißbier

Mausgrau? 

Steingrau? 

Dunkelgrau? 

      

© drago 2014

Heute vor ….




… 28 Jahren,

am 28. Januar 1986,


explodierte nur 73 Sekunden nach dem 
Start in Cape Canaveral die Raumfähre
"Challenger" mit 6 Astronauten und
einer Lehrerin an Bord.



Trotz mehrerer Warnungen hatte man
den Start durchgeführt. Die späteren
Untersuchungen ergaben, dass durch 
die niedrigen Temperaturen, - am 
Morgen war noch Frost -, ein Dichtring
am rechten Feststoffbooster porös
geworden war. Beim Start trat aus der
undichten Stelle heißes Gas aus. Die
Flamme richtete sich direkt auf den 
großen Wasserstofftank, der dann
in einem riesigen Feuerball explodierte.

Die gesamte Besatzung kam, vor den
Augen sehr vieler Zuschauer, darunter
auch die Schüler und die Familie der
mitfliegenden Lehrerin, ums Leben.

Das Unglück führte dazu, dass die
Shuttles gründlich überarbeitet und
verbessert wurden. Dennoch dauerte
es über zweieinhalb Jahre bis mit der
 "Columbia" die nächste Raumfähre
ins All geschickt wurde.



© drago 2014 

Mittel der Wahl? - LQ101




Ein Amokläufer aus Kiel 

schrie: "Euer Tod ist mein Ziel!" 

Dann warf er Bälle aus Watte, 

was kaum Wirkung hatte. 

Die Opfer lachten recht viel. 



© drago 2014 

Dresscode



Zum Empfang beim Konsul 

waren wir Männer gebeten, 

im Smoking zu erscheinen. 


Da ich Nichtraucher bin, 

erschien ich selbstverständlich im 

No-Smoking



© drago 2014 

27. Januar 2014

Klapphornverse - KH I



Vor kurzem machte mich unser Bloggerkollege 
Ingo Baumgartner auf ein altes Vergnügen aufmerksam, das Dichten von "Klapphornversen".

Hier ein Beispiel:



Zwei Knaben gehen durch das Korn.   

Einer trägt ein Klappenhorn 

und spielt darauf ganz fürchterlich. 

Der andre Knabe schüttelt sich. 



© drago 2014 







Wer mehr darüber wissen möchte, findet es 

HIER  oder  DA

bei Ingo Baumgartner, dessen Blogs

ingosgedichte.blogspot.de

baumkauzgedichte.blogspot.de

ich uneingeschränkt empfehlen kann.




Vorsicht! - LQ100 !!



In Brandenburg an der Havel 

nervt ein Typ mit seinem Geschwafel. 

Der quatscht ohne Pause, 

drum steht vor seinem Hause 

jetzt auch eine warnende Tafel. 



© drago 2014 

Alkoholintolerant - LQ99



Ein listiger Wirt aus Bad Kleinen

schenkte Gin aus, - doch keinen sehr feinen.

Schon das Glas Nummer vier

wirkte schrecklich bei mir;

- es holte mich glatt von den Beinen.



© drago 2014 

Heute vor 69 Jahren, ...



… am 27. Januar 1945,

befreiten Soldaten der 322. Division 
der 60. Armee der 1. Ukrainischen Front
das Konzentrationslager Auschwitz.

Das Lager war von der SS geräumt
worden. Die Häftlinge wurden auf den
berüchtigten "Todesmärschen" in
Richtung Altreich getrieben, um dort
in den Lagern weiter in der deutschen
Rüstungsproduktion zu arbeiten.
Nur etwas über 6000 Häftlinge hatte 
man zurückgelassen, weil sie so krank
und schwach waren, dass man mit 
ihrem baldigen Ableben rechnete.

Im Mai 1940 erging der Befehl in
Auschwitz ein Konzentrationslager
für polnische, politische Gefangene
zu errichten. Von Oktober 1941 bis
März 1942 mussten 100000 russische
Kriegsgefangene dann das Lager
Auschwitz II - Birkenau aufbauen.
Ingesamt entstanden im Lauf der Zeit
das Stammlager Auschwitz, das Lager
Auschwitz II-Birkenau, das Lager 
Auschwitz III-Monowitz sowie über 
 vierzig Nebenlager. Auschwitz war ab
Sommer 1942 zentrales Ziel der
Deportation der europäischen Juden,
die dort der Tötungsmaschinerie des
nationalsozialistischen Terrorregimes
zum Opfer fielen. 

Es wird geschätzt, dass in diesem wohl
berüchtigtesten aller NS-Lager mehr
als 1,1 Millionen Menschen getötet wurden.



© drago 2014 


Alles Müller, oder was?




Ich und Du, 
Müllers Kuh, 
Müllers Esel noch dazu, 
Müllers Katze, 
Müllers Hund, 
Müllers Hühner sind gesund, 
Müllers Lämmer, 
Müllers Gänse, 
Müllers Traktor, 
     Müllers Sense, …. 


Alles Müllers, 
find' ich doof. 

Ich will auch'n Bauernhof! 



© drago 2014 


Und es ist ….

            


… wieder einer dieser Montage. 

Düster beginnt die Woche. 
Wieso stehe ich eigentlich auf, 
wenn es noch dunkel ist?? 

Nur wegen des Jobs? 
Wenigstens das ist ein Lichtblick, 
denn mein Job macht mir Spaß. 

Aber ist es das wert, 
deshalb bei nachtschlafender Zeit 
aus den Federn zu fetzen? 

Egal! 
Es ist Montag, 
und die Woche geht los. 

Auf geht's! 

      

© drago 2014 

26. Januar 2014

Ein Hunde….., ähm, Hasenleben !



Ein recht junger Hase 
lief sich einst 'ne Blase. 
Daheim von Mitleid keine Spur, 
nein, Mutter Häsin meinte nur: 

"Wer fressen will und saufen, 
und kann nicht richtig laufen, 
muss auf die Übungswiese 
dort hinter der Remise! 

Dort gibt's ein Feld mit Stoppeln 
- für Anfänger - zum Hoppeln. 
Und wenn man erstmal rennen kann, 
fängt ein gezieltes Training an. 

Um blasenfrei zu rennen, 
muss man die Tricks halt kennen. 
Wer diese Sachen noch nicht kennt, 
hat in der Schule wohl gepennt!" 

Sie dreht sich um und lässt ihn steh'n; 
jetzt solltet ihr den Hasen seh'n: 
Da steht er und ist sehr verdutzt, 
die Läufe sind noch ganz verschmutzt. 

Er lässt die Löffel hängen, 
verspürt ein inn'res Drängen, 
ganz plötzlich laut zu lachen. 
Doch das sind halt so Sachen, 

die jeder Hase wohl erlebt, 
der eifrig in der Laufkunst strebt, 
um einst vor jungen Lümmeln 
ein Möhrchen wegzumümmeln, 

und grinsend zu dozieren 
vom Lauf auf allen Vieren, 
vom Lehreffekt der Blasen 
für unerfahr'ne Hasen. 

So träumt er und ist froh, 
er kuschelt sich ins Stroh 
und schläft ganz friedlich ein. 

Noch kann es ja nicht sein, 
dass er schon alles kann; 
er ist ja noch kein Mann. 

Doch ist vergessen einst die Blase, 
dann ist auch er ein "alter Hase". 



© drago 2014