Seriously mad but quite normal: November 2014

30. November 2014

Advent - eine Abrechnung


Was heißt hier Advent, - 
besinnliche und stille Zeit? 

Auf den Weihnachtsmärkten wird 
man von sogenannter Weihnachtsmusik 
bis an den Rand der Besinnungslosigkeit beschallt, 
was wohl daher rührt, dass die meisten dieser 
unsäglichen Songs sich vor allem durch eine 
maßlose Sinnlosigkeit auszeichnen, weil sie 
nur kommerzialisierte Pervertierungen von 
wirklichen Weihnachtsliedern sind. 

Die "Zeit der Erwartung" beschränkt sich 
darauf, eine maximale Zahl an Konsumgütern 
von wem auch immer geschenkt zu bekommen. 

Die stillsten Momente haben einige Leute 
immer dann, wenn sie die Tasse mit Glühwein 
immer aufs Neue an den Mund führen. 

Nennen Sie mich einen Kulturpessimisten, 
aber die meisten Mitmenschen haben nicht den 
blassesten Schimmer, worum es eigentlich 
bei "dem ganzen Adventsgedöns" geht. 

Ich habe mir angewöhnt, aus dem Advent 
und Weihnachten ein persönliches Geschehen 
zu machen, das sich für die meisten meiner 
Mitmenschen scheinbar gar nicht, oder zumindest  
eben nur innerlich, abzuspielen scheint. 
Selbst die, denen ich Gutes zu tun versuche, 
müssen nicht wissen, dass ich es war. 

Also bleiben Sie mir bloß vom Leib mit dem 
Geschwafel von "Besinnlichkeit" und der 
"Zeit der Lichter". Viele halten die Kerzen 
vermutlich für ein Relikt der Ökos. 


© drago 2014 

Fehlleistungen


Man liest ja schon mal totalen Unsinn. 
Und mir passiert das ganz besonders oft. 
Vor einiger Zeit las ich im Bad auf einer Verpackung 
die seltsame, mich verwundernde Bezeichnung 

INTERDENTAL-BÜRSCHCHEN 

Wie man wohl erkennen kann, sollte es eigentlich 
Interdental-Bürstchen heißen, aber nun war das 
andere, neue Wort in der Welt. Und in mir entstand 
das Bild, eines kleinen Männchens, das zwischen den 
Zähnen hervorwinkt. Da meine zeichnerischen 
Leistungen nur sehr mäßig sind, bat ich unseren 
geschätzten Bloggerkollegen Martin um Hilfe. 
Er war erfreulicherweise sofort einverstanden, und 
hat meine Assoziation umgesetzt. Danke dafür! 

Hier also das Interdental-Bürschchen: 

© martin gehring 


Ist es nicht süß, das Kerlchen?! 

© drago 2014  


P.S.: Den Blog von Martin Gehring (hier klicken) kann 
ich nur uneingeschränkt empfehlen. Seine zurecht 
bekannte und gerühmte "Loseblattsammlung", 
wie er sagt "Notizen aus dem Oberstübchen", 
ist eine geniale Fundgrube für ebenso geniale wie 
skurrile Einfälle und viele tolle Bilder

28. November 2014

Fundstück (Monster-Car)


Was ein Schlitten! 

oder 

Die spinnen, die Briten! 



Ich frage mich: 

WO haben die nur  
diesen absolut riesigen 
Motor (siehe Text) versteckt? 



© drago 2014 

Akut




the day 
is grey 
 on sea - 
like me 

tell you 
I'm blue 

but there's light 
   somewhere .... 

© drago 2014

27. November 2014

Kinderglück


 Heavy Kiddies



Zwei, drei kleine Elefanten 
rufen laut nach ihren Tanten, 
denn sie möchten - ganz im Rahmen - 
gerne spielen mit den Damen. 
Die verstecken sich im Gras, - 
ja, und schon beginnt der Spaß! 



© drago

Handwerkliches



Ich hab' einen alten Füller, 
dieses Teil ist echt der Brüller. 
Doch nun war er verstopft, 
hab' gedreht und geklopft, 
 dann noch vorne reingeschaut, - 
schon war ich komplett versaut. 


© drago



© drago 2014 

Beobachtung 2



Bei der heranschwappenden 

"Tattoo-Flut" 

keimte in mir die stille Hoffnung, 
der betroffene Personenkreis beherzige 
das weithin bekannte Sprichwort: 

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte 

Das war leider ein Irrglaube, 
denn die bebilderten Leute liefern 
die Worte (teilweise deutlich mehr als 1000) 
bedauerlicherweise mit, sodass daraus 
keinerlei Synergieeffekte entstehen. 

Zu vielen unnützen Worten sind nun 
auch noch entsprechende Bilder gekommen.
Im Einzelfall sicher schön und ein Gewinn,
insgesamt aber ein Wust nutzloser Daten.



© drago 2014 

26. November 2014

Sprachkompetenz


Speech Rap


Sie wischt ständig übers Handy, 
doch beim Reden hat die Mandy 
ein "Problehm mitt dise Sprache"; - 
Doitsch iss foll nich ire Sache! 
Rechtschreibung hat sie verdrängt, 
weil die Zeile links anfängt, 
und Grammatik wird gequält, 
weil das Wort bei ihr nix zählt. 
YO! 

Und sie plappert und sie schnackt, 
dass der Mensch es kaum noch packt; 
man kommt sehr schnell zu dem Schluss:  
Mandy quasselt ständig Stuss!  

Stets mißhandelt sie die Sätze, 
redet immer "Deutsch mit Krätze". 
Durch die Straßen, durch die Plätze, 
hallen nur solche Geschwätze. 
Mandy findet auch "foll gut", 
was der Kevin "machen tut". 
Wenn der prügelt, jauchzt sie: "Krass, 
jetz is ganze Höschen nass!" 
YO! 

Sie ist zwar noch nicht sehr alt, 
doch sie steht halt auf Gewalt. 
Wenn der Macker dann mal ihr 
- Boh, dem Kevin iss ein Stier! - 
eine in die Fresse knallt, 
sagt sie: "Ach, so isser halt!" 
Und sie quiekt und sie schreit, 
dass den Kevin ihr verzeiht. 
YO! 

Ja, sie labert und sie quäkt, 
dass man es kaum noch erträgt. 
Alles ist nur "geil" und "krass", 
ach, ich werd' vor Wut ganz blass. 

Dieses Sabbeln, 
dieses Brabbeln, 
wie sie brubbelt, 
sprachlich knubbelt,  
das Gewafe, 
es ist Strafe! 

Ich muss weg 
von dem Fleck, 
mich empört, 
wie sie röhrt, 
was man hört 
ist, was mich stört! 
NEE! 



© drago 2014 

Beobachtung 1



Offenbar wollen sich manche 

der jungen Leute im Lande zu 

"Beton-Köpfen" 

fortentwickeln; den dazu nötigen 

Baustahl tragen sie schon im Gesicht. 



© drago 2014 

Fluchtweg?



Grau der Himmel, 
blau das Denken, 
schwarz ist alles, 
was Du schaust. 

Wut und Wüten, 
Nebelblüten, 
Angst hat fest 
Dich eingehaust. 

Blätter fallen, Stürme wehen, 
- alles dazu ausersehen, 
dass es finster 
in Dir braust. 

Irgendwo war es vorhanden, 
ehe Dir die Sinne schwanden, 
weil's Dir gar 
so sehr gegraust. 

Dunkelheit und Seelenleiden, 
Furcht will ständig nur vermeiden, 
dass Du neu  
zum Lichte schaust. 

Todessehnen 
kommt von jenen, 
wenn Du ihnen 
Dich vertraust. 

Schlag' in Stücke ihre Tücke! 
Kapp' die Seile und enteile! 
Du entkommst 
der Klammerfaust! 



© drago 2014 

25. November 2014

Schnelles Ende



Sonne frisst den Nebel weg. 
Möwe kotet auf das Deck, 
trifft Hein knapp unter der Mütze. 

Hein nun ist ein guter Schütze, 
zielt und setzt den schnellen Schuss, 
- schon ist mit der Möwe Schluss. 

Sonne, Möwe, Hein, die Büchse; - 
wer dacht', dass mehr daraus erwüchse, 

der irrte, denn ganz klar und schlicht 
endet hiermit das Gedicht. 



© drago 2014 

21. November 2014

Der Drache versucht sich als ...



... Künstler? 



Das Original - Öl auf Leinwand 

*  *  *  *  *  *  * 

Und dann Verfremdungen in Farbe 

und Schwarz-Weiß 






II 



III 




IV 








VI 




VII 




© drago 2014 

Späßle g'macht!


Hach, war das ein Spaß! 


Quelle: unbekannt Bearbeitung: © drago

Der Pilot hat soo verdattert geguckt. 

Und ich könnte mich kringeln, wenn ich 
daran denke, dass er keinem erzählen kann, 
er sei einem Drachen begegnet, ohne dass man 
ihn anschließend für vollkommen bekloppt hält. 


© drago 2014 

19. November 2014

Sehnsucht



Was mir heute gefehlt hat ...?


Sonne!



© drago 2014 

18. November 2014

Deutliche Anzeichen


© drago


Erst strahlt laubbunt die ganze Au, 

dann färbt der Nebel alles grau. 

Die Wiesen zeigen lila Blüten, 

worüber häufig Stürme wüten. 

Die Tage sich auch rasch verkürzen, 

und Blätter von den Bäumen stürzen. 

Am Himmel hört man ständig "Krah!", 

jeder weiß: - Der Herbst ist da! 




© drago


© drago 2014 

Eigene Meinung



Die Krähe flattert durch den Wald,  


sie macht auf einem Baume Halt,  


von wo sie wütend-krächzend spricht:  


"Jetzt reicht's! Nein, krah, so geht das nicht!" 


Ein Käuzchen sich dazu gesellt,  


dem sie gereizt die Frage stellt:  


"He, Kauz, was sagst denn DU dazu?" 


Da meint das Käuzchen schüchtern: "HU!" 



© drago 2014 

Bettler


Wohin man auch geht, 
überall wird man heutzutage 
penetrant angebettelt. 
Was natürlich an der klaffenden 
Schere zwischen arm und reich liegt. 
Lästig ist es trotzdem. 




"Ey, haste ma`n Fisch?" 



© drago 2014 

17. November 2014

Talent

                  

Der schmächtige Heinz K. aus Schladen 

dachte, Training könne nicht schaden. 

Er trainierte voll Glut, 

und war bald richtig gut; 

man fürchtete seine Geraden. 

       

© drago 2014 

15. November 2014

14. November 2014

Wieda een vaschreckt, wa!



Ick hab keen Schimma, wie et kam, 

ditt eena seine Sachn nahm, 

und hat sich janz stickum vapisst, 

so ditt nu eena weenja ist. 

Er hat ja leida nüscht jesacht, 

sons hätt ick ja ooch wat jemacht, 

Ick mache Schwachsinn, Bilda, Text, - 

und der haut ab! - S'iss wie vahext! 



© drago 2014

zum Weggang eines Lesers

Pittoresk





An der See 





Historische Tram 






Möwe 





Dorfkirche 




Rose 




© drago 2014 

13. November 2014

Ego-Blähung


So mancher glaubt in seinem Wahn, 

es käm' auf ihn alleine an, 

und meint, er sei nicht zu entbehren, 

 giert wild nach Beifall, Ruhm und Ehren, 

denn liess er andre hinter sich, 

dann erst fühlt er sich "meisterlich". 

Der Mensch hat sicher einen Knall, 

und Klarheit ist wohl nicht sein Fall, 

doch die Dummheit ist, behaupte ich, 

in jedem Falle "meisterlich". 



© drago 2014 

Neulich

oder

In der Nachbarschaft


Manchmal hat der Mensch ja Einfälle, denen vorne quasi der 18. Buchstabe fehlt, Gedankengänge, die sich bei empirischer Betrachtungsweise, also eben a posteriore, als durchweg, nun sagen wir, etwas "seltsam" herausstellen. Nun bin ich, wie ich aufs Höchste erstaunt gezwungen war, festzustellen, auch nicht gegen derlei Unbill gefeit. In einem Anfall von plötzlicher mentaler Verfinsterung fasste ich kürzlich frohgemuten Herzens den Entschluss, ein wenig die Straße entlang zu flanieren. Welcher Teufel mich da nun geritten hat, ließ sich nicht mehr feststellen, weil der Unhold nach getaner Untat nicht nur seinen Sattel wieder mit sich zu nehmen gewillt, sondern auch keinerlei sonstige Spuren zu hinterlassen bereit gewesen war. Aber das nur nebenbei. Wie ich - einer der großen Flaneure vor dem Herrn - mich also in durchaus fröhlicher und entspannter Grundstimmung so alert, aber gemächlich, den asphaltbedeckten und mit allerlei Alterserscheinungen ausgestatteten Flanierstreifen mit der - Und das hätte mir eine Warnung sein sollen, ja müssen! - verräterischen Bezeichnung "Trottoir" entlangbewegte, wobei hierzu anmerkend eingeflochten sei, dass selbige Benamung nicht etwa auf das Wort "Trottel" (was in jenem Falle aber durchaus naheliegend gewesen wäre), sondern auf das heutzutage nur noch seltenst gebrauchte, gleichwohl schöne Verbum "trotten", will heißen "gemütlich schlendern, langsam dahingehen", zurück zu führen ist, als ich also so "vor mich hin" trottete, schlich sich eine Bank in mein bebrilltes Sichtfeld. Nun, nicht etwa, wie man zu meinen geneigt sein könnte, ein Gebäude, das dem gemeinen Dealer des Euro oder sonstiger Währungen als Ort dient, an dem er sein von nicht geringer, krimineller Energie befeuertes Geschäft und monetäres Wesen treibt, sondern vielmehr drängte sich ein aus Metallfäden feinst gewirktes Sitzmöbel in Kaninchengitteroptik, dem eine neckische, dunkelblaue Lackierung eignete, in meine Pupille, mit der hinterlistigen Absicht, meinem Gesäß eine halbwegs bequeme Possibilität zu gemütlichem Verweilen schamlos in Aussicht zu stellen. Woraufhin sich dieser Körperteil, nämlich mein Hintern - und daran können sie ablesen, wo sich zu besagtem Zeitpunkt mein Verstand befand, - dem lackierten Grünstreifensitzmöbel auch sofort sehr zielgerichtet näherte, wobei er in mir - auf welch magisch-verborgene Weise auch immer - versuchte, den Wunsch aufkeimen zu lassen, mich auf dem lockenden Gitterrost eine geraume Weile höchst bräsig niederzulassen. Nun, wenn das untere Ende der Wirbelsäule die Stirn hat, einem seinen Willen aufzudrängen, erkennt man nicht nur, dass mancher A.... eben doch ein Gesicht hat, sondern man kann auch an drei, vier, fünf oder mehr Fingern abzählen, was am Ende hinten dabei herauskommt, nämlich nichts, was man in die Hände, geschweige denn in den Mund nehmen möchte. All den Erkenntnissen aus dem Hier und Jetzt zum Trotz, war ich damals, aus heute nicht mehr nachvollziehbaren Gründen, gewillt, meinen körperlichen Sitzhügeln nachzugeben, und mich sitzenderweise auf dem ins Auge gefassten Orte zu arrangieren. Ich nahm also Platz, zumal dieser auch überaus  reichlich zur Verfügung stand, da die Sitzgelegenheit ohne weiteres neben mir auch noch mindestens zwei anderen Kerlen meines nun wirklich barocken Kalibers die Gelegenheit dazu geboten hätte. Und kaum hatte ich den Ruhegelüsten meines Phlegmas nachgegeben, wurde ich Zeuge eines nun wahrhaft ungewöhnlichen Ereignisses, obwohl hier die Bezeichnung "Ereignis" den Sachverhalt nur relativ unzureichend wiedergibt, weil sich für den unbeteiligten Beobachter scheinbar nichts ereignete, das Ereignis bestand nämlich weitgehend darin, dass eine nachgerade totale Absenz jeglicher Aktivität zu verzeichnen war, ein Umstand, der in seiner epischen Breite und philosophischen Tiefe meinen zu dieser Zeit auf Entspannung fokussierten Geist hoffnungslos überforderte. Und so ist mir bis heute nicht klar, was  mir in jenem Zustand überrumpelten Sitzens da durch die Augäpfel den Geist schoss, zumal auch nicht restlos zu klären war, in welchen unendlichen Weiten mein Verstand sich verirrt hatte. So war man geneigt, dem vordergründigen Fragen nach einem Warum nachzugeben, was aber in der Folge auf allen Ebenen zu keinen greifbaren Ergebnissen führte, doch darüber, und was dies in mir auslöste, bin ich nun ernsthaft willens, im Rahmen einer seriösen Behandlung meiner geplagten Psyche, mit meinem Therapeuten mich verbal auseinanderzusetzen.



© drago 2014 

Zur Lage der Person

       

This is how I feel today 


    
© drago 2014 

11. November 2014

Quaestiones Vitae

Lebensfragen   oder   Was bleibt? 


Was bleibt von den Zeiten, 
die wir in Träume flüchtend verbringen? 

Was bleibt von den Wochen, 
die grau an uns vorüberrinnen? 

Was bleibt von den Stunden, 
die uns in schwarze Löcher stürzen?  

Was bleibt von den Minuten, 
in denen wir uns glücklich wähnen? 

Was bleibt von den Sekunden, 
die wir wahrhaft bewusst (er)leben? 

Was bleibt von dem Menschen, 
der wir so gern sein möchten? 

Ist es nur  
Wolke und Nebel, 
Dämmerung und Nacht, 
Depression und Angst, 
Traum und Glücksgefühl, 
Unglück und Not der Seele? 

Ist es vielleicht  
auch Substanz, Sein, Leben, 
Wirklichkeit, die weiterwirkt? 

Versuchst Du, so zu leben, 
dass Du all Deine Lebensfragen 
irgendwann 
bestmöglich 
beantworten kannst? 



© drago 2014 

Dichterliebe

       

Jeder weiß es, der mich kennt,  
dass tief in mir ein Feuer brennt. 
Ich liebe sie, die Poesie. 
Nur Widerspruch mocht' ich noch nie. 

Ich liebe es, das Reime-machen, 
drum fühl' ich mich als "Dichterdrachen". 
Und wer es wagt und widerspricht, 
ist nicht ganz dicht. 

Es ist nicht so, dass ich hier drohe, - 
doch denkt stets an die Drachenlohe. 
Beim Drachen, der leicht Feuer speit, 
ist Kritisieren nicht gescheit. 



© drago 2014 

Poetical Correctness


Komparative, das steht fest, 

geben manchem Reim den Rest. 

So ist, zum Beispiel, unser Wasser 

zwar immer nass, doch niemals nasser.  

Auch "nasses Wasser", ist mir klar, 

klingt schon reichlich sonderbar. 

Die Falle der Tautologie, - 

die kluge Dichter meidet sie. 



© drago 2014 

10. November 2014

Tatsachen dieser Welt




Wasser 
ist in Meer und Fass 
nass. 

Luft 
hält uns in Taucherglocken 
trocken. 

Arterien, 
wenn sie Messer ritzen, 
spritzen. 

Tabak, 
wie der Mann ihn schmaucht, 
raucht. 

Benzin, 
auch wenn man es nicht kennt, 
brennt. 

     

© drago 2014 

Backwarenpoesieproblem

oder

Ausfallmeldung


Die Brezel ist nicht reimkonform; 

sie endet jenseits jener Norm, 

die man an einen Reim heut stellt, 

drum das Poem mit ihr entfällt. 



© drago 2014